Herz-Jesu Pfarrei Brig 

Geschichte


Wo sollte die neue Pfarrkirche erbaut werden? Diese Frage gab nach der Pfarreigründung 1957 viel zu reden und man schlug die verschiedensten Standorte vor. Schliesslich einigte man sich auf das Gebiet zuunterst der Burgschaft, dort wo der Salzhof stand.

Beim ausgeschriebenen Architektenwettbewerb für Kirche, Pfarrhaus und Pfarreizentrum gingen 28 Projekte ein.

Ausgewählt und ausgeführt wurde das Projekt VIA SACRA (Kirchweg, in welchen die Strassen von Brig aus allen 4 Himmelsrichtungen einmünden). Entworfen hat dieses Projekt das Architektenehepaar Jean und Nadine Iten von Genf.

Als nach der Beschaffung des notwenigen Terrains am 13. Oktober 1968 der Grundstein für die Kirche gesetzt war, starb unerwartet Pfarrer Anton Amacker am 21. November 1968 an den Folgen eines Schlaganfalls. Der Name "Herz-Jesu-Kirche" geht auf Pfarrer Amacker zurück, machte er sein Theologiestudium ja im Canisianum in Innsbruck, das dem Herzen Jesu geweiht war.


Ein besonderer Glücksfall für die Kirche war es, dass der Briger Künstler Hans Loretan die Inneneinrichtung der Kirche, d.h. Altar und Ambo, das Titelkreuz an der Chorwand, Tabernakel und Taufbrunnen, Osterkerzenständer und die 14 Kreuzwegstationen u.a.m gestaltete.

So zieht sich der zur modernen Kirche passende Kunststil durch den ganzen Kirchenraum.

Die Kirchenfester kommen aus der Glaskunstwerkstätte Jacques Düblin, Oberwil und wurden von der Firma Aubert, Verriers in Ecublens verwirklicht.

Im Kirchenturm läuten 5 Glocken:
1. Die Paulusglocke. Ton H tief; Gewicht 2800 kg; Durchmesser 1.70m
2. Die Josefsglocke. Ton DIS; Gewicht 1430 kg; Durchmesser 1.35m
3. Die Jodernglocke. Ton FIS; Gewicht 850 kg; Durchmesser 1.13m
4. Die Georgsglocke. Ton GIS; Gewicht 600 kg; Durchmesser 1.01m
5. Die Johannes-Täuferglocke. Ton H; Gewicht 350 kg; Durchmesser 0.85m

Am 27. September 1970 weihte Bischof Nestor Adam die Pfarrkirche ein. Seither wird das Kirchweih-Fest jedes Jahr am letzten September-Sonntag gefeiert. Das Patronatsfest zu Ehren des Herzens Jesu fällt auf einen der letzten Juni-Sonntage.
 


Die mächtige Kirchenorgel war von den Architekten so nicht vorgesehen. Gebaut hat sie der bekannte Orgelbauer Füglister von Grimisuat, der dreiteilige Klotzbau-Prospekt wurde von Frau Iten entworfen. Das erste Konzert auf der neuen Orgel erklang im Januar 1974.

Die ehemalige "Taufkapelle" wurde zur Aufbahrungskapelle umgestaltet.
Die anfängliche Sakramentskapelle (Seitenkapelle) ist nun unsere Marienkapelle. An der Rückwand ist ein Flachrelief (in Bronce), "Edith Stein" angebracht. Geschaffen hat es Uli Wirz, sowie ein Mosaik, das Jesus als den guten Hirten darstellt

In den letzten Jahren wurden in der Kirche der Chorraum umgestaltet und die stark geschwärzten Kirchenwände neu gestrichen und auf das 50-Jahr-Jubiläum erhielten auch die Fassade und das Pfarreizentrum eine Totalsanierung.
 

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