Geschichte
Die Herz-Jesu-Pfarrei von Brig gehörte bis am 10. November 1957 zur
Pfarrei Glis, die 1642 gegründet worden war.
Die Antoniuskapelle in der oberen Burgschaft diente ab 1932 als "Kaplanei-Kirche",
da der Kaplan von Glis in Brig wohnte. Er feierte in dieser Kapelle
die täglichen Schulmessen für die Briger Kinder und auch die
Andachten, die nicht unbedingt in der Mutterpfarrei Glis gefeiert
werden mussten.

An den Sonntagen mussten alle Gläubigen zur Kirche auf dem Glisacker
ziehen, um dort der Sonntagsmesse beizuwohnen und zwar bei jedem
Wetter.
Seit den Fünzigerjahren des 20. Jahrhunderts erwachte die
Diskussion, ob Brig von Glis getrennt und zu einer eigenen Pfarrei
erhoben werden sollte. Nach vielen Diskussionen und Vormeinungen,
erliess der damalige Bischof von Sitten, Msgr. Nestor Adam am 11.
Oktober 1957 das Errichtungsdekret für die neue Pfarrei Brig und
ernannten H.H. Anton Amacker zum ersten Pfarrer. Amackers
vordringlichste Aufgabe war es, alles zu errichten, was zum Leben
einer Pfarrei gehört, besass die neue Pfarrei ja noch überhaupt
nichts, weder Kirche noch Pfarrhaus.
Provisorisch diente bis 1970 die Kollegiumskirche den Brigern als
Pfarrkirche, das an die Antoniuskapelle angebaute "alte Spital" als
Pfarrhaus und als Unterschlupf für die kirchlichen Vereine. Das
Kloster St. Ursula in Brig schenkte der Pfarrei den Boden für den
neuen Friedhof.
Ein eigener Kirchenchor entstand und sang sich rasch nach oben. Auch
die anderen Vereine trennten sich von Glis und entwickelten in den
darauffolgenden Jahren ein Eigenleben, das geprägt war von
einsatzfreudigem Elan und kirchlicher Gesinnung. Das Vereinsleben,
aufgeteilt in den verschiedenen Ständen, bildete bald das Fundament
der Pfarrei.
Begegnung mit Gott und den Menschen
Die Herz-Jesu- Pfarrei versucht, allen Menschen eine geistige Heimat
zu sein, in der sie durch die Mitfeier der Eucharistie und der
anderen gottesdienstlichen Feiern, Gott begegnen und aus dieser
Begegnung Kraft für ihren Alltag schöpfen können. Sie dürfen aber
auch ihren Mitmenschen begegnen, denn wir glauben ja nicht jeder nur
für sich allein, sondern als Gemeinschaft, als Volk Gottes das
unterwegs ist auf ein gemeinsames Ziel hin. Unser Pfarreizentrum
möchte den Menschen durch verschiedene religiöse, kulturelle und
soziale Anlässe, die dort stattfinden, auf diesem Weg vorwärts
helfen. Unterstützung finden wir dabei durch viele kirchliche
Vereine, die sich in der Pfarrei engagieren und dadurch eine grosse
Stütze für die Menschen sind.
Heimat für viele
So ist die Pfarrei Brig vielen Leuten zur Heimat geworden, in der
sie sich geborgen und aufgehoben wissen, in der sie von der Taufe
bis zur Beerdigung mitgetragen werden. Dies ist auch der Wunsch der
Seelsorger der Pfarrei. Vergessen wir bei alldem aber nicht: viel
Gutes und Segenreiches geschieht in der Stille und ist für
Aussenstehende nicht einsehbar. Es sind die Momente, in denen die
Menschen füreinander da sind, einander helfen, einander ein gutes
Wort sagen und füreinander beten. Viel zu oft übersehen wir diese
kleinen Zeichen, die doch so unendlich kostbar sind.
Seien Sie willkommen!
Wenn Sie sich durch diese Zeilen angesprochen fühlen, oder wenn Sie
ihre Seele Gott öffnen wollen, wenn Sie in Not sind und jemanden zum
Reden brauchen, oder auch wenn Sie Ihre Freude mit jemandem teilen
möchten, so wollen wir Seelsorger dafür da sein. Dafür öffnen wir
unsere Türen, sowohl jene der Kirche als auch jene des Pfarrhauses,
aber auch und vor allem unser Herz, ganz im Sinne Christi, der am
Kreuz aus Liebe zu uns sein Herz öffnen liess, damit auch durch
unser Engagement das Reich Gottes kommen kann. Scheuen Sie sich
nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Als Priester wollen wir nämlich
Gott und den Menschen nahe sein. Deshalb sage ich allen Frauen und
Männern, Kinder und Jugendlichen ein herzliches Willkommen bei uns!
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